Paris, mon amour!


Wir haben eine lange Liste von Städten und Orten, die wir so bald wie möglich gerne bereisen möchten. Auch Paris stand auf unserer Liste, bis uns das Reisefieber wieder packte. Vor zwei Wochen stolperten wir im Internet zufällig über ein (bei Urlaubsguru.at) verlockendes Schnäppchen, dass wir sofort buchten. Der Gedanke an Paris in der Weihnachtszeit lies die Vorfreude von Tag zu Tag steigen.


Anreise & Hotel

Am Freitag nach der Arbeit ging es direkt zum Flughafen nach Wien und nur zwei Stunden später landeten wir in Paris Orly. Von dort haben wir uns für ein Uber (pool) entschieden, um ins Hotel zu kommen. Trotz Stau braucht man mit dem Taxi gleich lange wie mit den Öffis und die Kosten (32 Euro) sind auch nur minimal höher. Unser Hotel (Mercure Paris Montmartre) lag sehr zentral, im Stadtviertel Montmatre unter der Basilica Sacré-Cœur und zwei Gehminuten von dem Varieté Moulin Rouge entfernt.Das Hotel können wir euch wirklich sehr empfehlen! Alles sehr stylisch eingerichtet und zu Weihnachten toll dekoriert.


Burger in Montmatre

Den ersten Abend verbrachten wir im Stadtviertel Montmatre. Vom Hunger getrieben spazierten wir durch die nett geschmückten Gassen, vorbei am hell beleuchteten Moulin Rouge, bis wir ein hippes und leckeres Burger-Lokal, "Le dépanneur", gefunden hatten. (27 Rue Pierre Fontaine) Unverständlich sahen wir die Pariser an, die in den Bars und Restaurants ihre Drinks in der Kälte vor den Türen zu sich nahmen. Wir entschieden uns für einen Fensterplatz drinnen und bestellten zwei leckere Burger um fast 20 € pro Burger - welcome to Paris!


Sightseeing & Shopping

In den Samstag starteten wir mit einem ausführlichem Frühstück. Obst, Müsli, Marmeladen, warme Speisen, Brot, Süßspeisen alles was unsere Herzen begehrte.

Erstes Ziel unserer Sightseeing und Shoppingtour an diesem Tag war der Arc de Triomphe.

Von hier ging es über einer der wohl bekanntesten Shoppingstraßen, der Champs-Élysées, in Richtung Louvre. Hier findet man neben Gucci, Louis Vuitton auch billigere Geschäfte wie H&M, Zara und Co. Wir fanden den Spaziergang die Champs-Élysées entlang nett, allerdings ist es nicht unsere bevorzugte Shoppingmeile. Da haben wir bessere gefunden, aber dazu später mehr.


Next Stop Louvre: Das Kunstmuseum befindet sich in der ehemaligen Residenz der französischen Könige. Bestimmt wäre die Mona Lisa sehenswert gewesen und ist für viele ein Pflichtpunkt auf ihrer Paris Reise: Für uns war leider die Zeit zu knapp. Wer das Louvre von Innen besichtigen möchte, sollte unbedingt Tickets, über das Internet, vorbestellen. Ansonsten müsst ihr viel Zeit mitbringen um euch bei der langen Schlange anzustellen.



Am Weg zum Shoppingviertel kamen wir bei Notre Dame vorbei. Eigentlich war die Kirche erst für Sonntag geplant, aber wenn man schon vorbei läuft kann man auch gleich ein paar Fotos machen :-) Auch hier ging die Schlange vom Eingang quer über den Platz. Also ging es für uns weiter in Richtung Mittagspause.


Eigentlich hatten wir unser Mittagessen in einer kleinen französischen Bäckerei im Stadtviertel Marais geplant, von der ich auf einem anderen Blog gelesen hatte. Kaum angekommen, mit knurrendem Magen, standen wir vor verschlossenen Türen. Die Fassaden waren beschmiert und von den Buchstaben über dem Eingang fehlte die Hälfte. Wir liefen herum und stellten uns hinter der längsten Schlange in der ganzen Straße an. Hier musste es gut schmecken! Jeden, der mit seinem frisch befüllten Pita bei uns vorbei lief, schauten wir neidisch an.

Wir waren bei einem der bekanntesten Falafel Buden in Paris gelandet: Chez Hanna (54 Rue des Rosiers). Mhhhm war das lecker und verdient nach unserer langen Tour.

Als Nachspeise gönnten wir uns nur ein paar Häuser bei "La Droguerie" weiter ein Crepe mit Nutella. Das gehört zu Frankreich einfach dazu.


Das Vietel Marais haben wir ins Herz geschlossen. In den kleinen Gassen findet man zahlreiche Cafes, Bäckerein, nette Shops, Luxuslabels und Kunstgallerien. Marais hat sich zum angesagtesten Viertel der Stadt entwickelt.


Nachdem wir gemütlich gegessen und herumgeschlendert sind ging es mir dem Uber zum Kaufhaus La Fayette. Als unser Fahrer anhielt, sahen wir etwas hilflos aus dem Fenster. Zu sehen war außer einen großen Kreuzung und ein paar Geschäften nicht sehr viel. Tja, der Fehler war schnell gefunden: Es macht einen Unterschied ob ihr La Galeria La Fayette oder nur La Fayette bei Uber eingebt. Das ist nämlich eine Straße die ca 2 km vom Kaufhaus entfernt ist.


Hier waren sie also alle: die ganzen Touristen und Menschen die wir den ganzen Tag nicht wirklich gesehen hatten. Am Boulevard Hausmann, auf dem sich die großen Luxuskaufhäuser befinden, schieben sich die Menschenmassen, vorbei an den aufwendig dekorierten Auslagen, entlang.

Drinnen sieht es nicht anders aus. Unglaublich viele Menschen die sich in jedem Stockwerk rund um die Galerie tummeln und einen Blick auf den prunkvoll dekorierten Weihnachtsbaum erhaschen wollen. Ja, er ist auch wirklich sehenswert und alle paar Minuten bewegen sich bunte Kekse, Zuckerstangen und Donats von der Decke nach unten und lassen den Baum noch bunter und toller erscheinen.


Im Kaufhaus gibt es nicht nur jede Menge nette Sachen zu entdecken, sondern auch eine frei zugängliche Dachterrasse des Kaufhauses. Von dort genießt man eine kostenlose Aussicht über die Stadt.


An diesem Tag hatten wir schon wirklich viel gesehen, doch ein eines hatten wir uns aufgehoben für den Abend: Montmatre mit seiner Sacré-Cœur. Trotz schmerzenden Füßen stiegen wir die Treppe hoch und wurden mit einem unglaublichen Blick belohnt. Die Stadt voller Licher bei Nacht zu sehen ist schon beeindruckend.


Zurück ins Hotel ging es nach einem kleinen Abendessen durch die Gassen von Montmatre.


Als wir am Sonntag aus dem Fenster sahen, waren wir richtig erleichtert bereits am Samstag so viel von der Stadt schon gesehen zu haben. Draußen war es kalt, windig, regnerisch, nebelig und einfach ungemütlich.

Wir fuhren zum Eiffelturm, den man leider auf Grund des Nebels nicht ganz sah. Somit hatte sich auch die Frage erübrigt, ob wir hinauf fahren wollten.


Den restlichen Stunden bevor wir zurück flogen verbrachten wir mit Mittagessen und in einem Kaufhaus nur für Männer. Unglaublich, habt ihr sowas schon mal gesehen?


Es war ein toller Trip und ein sehr schönes Wochenende an dem wir unglaublich viel gesehen haben. Paris, wir sehen uns bestimmt bald wieder!